Sondereinsatz für Jessi und Black Jack

Der ein oder andere mag sich neulich verwundert die Augen gerieben haben, als auf dem Schulgelände des Wilhelmi-Gymnasiums zwei Polizeihundeführer mit ihren Vierbeinern in Aktion zu sehen waren. Was war passiert? Nichts Beunruhigendes. Die Polizeihundestaffel Mannheim war einer Einladung der Wilhelmi-Hunde-AG gefolgt und zu einer Vorführung an die Schule gekommen. Die Schulhunde Arwen, Sweep und Velvet waren sicherheitshalber zu Hause geblieben, um die Schulwiese ausnahmsweise der deutschen Schäferhündin Jessi und dem belgischen Schäferhundrüden Black Jack zu überlassen.

Zunächst gab es aber eine theoretische Einführung durch die Polizeihundeführer Andy Ackermann und Stefan Bangert, in der die AG-Teilnehmerinnen und -teilnehmer viel Interessantes über die Ausbildung und die Arbeit mit Polizeihunden erfuhren.  Ein bisschen Spannung lag dabei in der Luft, denn schließlich stand die Begegnung mit zwei beeindruckenden ausgebildeten Schutzhunden bevor, die normalerweise dabei helfen, einen Täter aufzuspüren und zu überwältigen. Doch Jessi und Black Jack sind keine beißwütigen Bestien, sondern in erster Linie gutmütige und verspielte Familienhunde, die in den privaten Haushalten der Hundeführer leben. Wie bei Schulhunden, so erfuhren die Schülerinnen und Schüler, ist eine enge Bindung zwischen Hund und Herrchen bzw. Frauchen die Grundlage für eine erfolgreiche Arbeit mit einem Diensthund. Auch die Ausbildung absolvieren Hund und Halter gemeinsam und bauen zueinander ein Vertrauensverhältnis auf. Jeder Polizeihund hat eine duale Ausbildung zum Schutzhund und zum Suchhund, bei der der Spieltrieb der Hunde ausgenutzt wird. Dort, wo das Objekt, auf das sich der Suchhund spezialisieren soll, Rauschgift, Sprengstoff oder Blut, zu finden ist, liegt am Anfang immer auch das Lieblingsspielzeug, sodass sich der Hund belohnt und mit dem Aufspüren etwas Tolles verbindet.


Nachdem Herr Bangert und Herr Ackermann alle Fragen geduldig beantwortet und natürlich auch ihre kugelsicheren Westen und Handschellen vorgeführt hatten, war es an der Zeit, Rauschgiftsuchhund Jessi in Aktion zu sehen. Schnell hatte sie gefunden, was ihr Herrchen Andy Ackermann versteckt hatte, und meldete den Fund durch „Einfrieren“, also durch bewegungsloses Verharren am Fundort. Suchhunde bellen nicht bei Fund und beißen auch nicht in das Objekt, denn bei Sprengstoffhunden könnte das tödlich enden. Schutz- und Sprengstoffhund Black Jack demonstrierte mit seinem Herrchen Stefan Bangert, wie schnell er beim Beifußgehen auf Kommando von links nach rechts oder in die Mitte wechseln kann, je nachdem, was die Situation erfordert. Schließlich zeigte er noch als Highlight der Vorführung, wie ein flüchtender Täter gestoppt wird. Diesen spielte Andy Ackermann, der sich dazu als Schutz einen sog. Beißarm angezogen hatte. Nach einer solchen Aktion braucht ein Schutzhund Zeit, sich wieder zu beruhigen und Adrenalin abzubauen, weshalb Fremde ihn nun nicht anfassen sollten. Umso ausgiebiger ließ sich Jessi nun abschließend von den Schülerinnen und Schülern streicheln. Black Jack ließ es sich aber natürlich nicht nehmen, mit aufs Gruppenbild zu kommen. [Bilder-Collage]

Die Wilhelmi-Hunde-AG dankt Herrn Bangert und Herrn Ackermann und ihren Hunden für diesen interessanten und spannenden Nachmittag.


Unser Tierschutzfilm 2018

Jeder kann etwas für den Tierschutz tun, auch Ihr. Unser Kurzfilm, in dem sich die Hunde-AG auch vorstellt, zeigt es Euch. Wir wünschen Euch viel Spaß bei den Szenen mit unseren Schulhunden und hoffen, Ihr helft mit, Tiere zu schützen!

Eure Wilhelmi-Hunde-AG

Link zum Film


Das Hundejahr 2016/17 am Wilhelmi - Der Hunde-Führerschein

zum Herunterladen:  Teil 1 / Teil 2

Hunde-AG belegt dritten Platz beim Landeswettbewerb Tierschutz

Im Frühjahr dieses Jahres hatte die Hunde-AG des Wilhelmi-Gymnasiums mit einer selbst gestalteten Ausstellung im Schulhaus auf die wichtigen Tierschutzthemen „illegaler Welpenhandel“ und „Echtpelz an Kleidung“ hingewiesen. Außerdem hatten die Schülerinnen und Schüler in zwei „Sonderschichten“ Hundeleckerli gebacken, um diese beim Elternsprechtag und beim Tag der offenen Tür zu verkaufen. Der Erlös von 300€ wurde dem Tierheim Sinsheim und Umgebung e.V. gespendet. Mit diesem Gesamtprojekt nahm die AG am Landeswettbewerb Tierschutz „Schülerinnen und Schüler machen sich für Tiere stark“ teil und wurde nun am 22. Juli 2016 auf der Landesgartenschau in Öhringen von Herrn Minister Peter Hauk MdL mit dem 3. Preis ausgezeichnet. Der Preis ist mit einem Preisgeld von 300€ dotiert. Der Minister betonte, die Auszeichnung sei zum einen als Anerkennung für das Projekt, aber auch für die Arbeit in der Hunde-AG an sich zu sehen. Er und die anwesenden Ehrengäste wiesen darauf hin, dass Schulhunde als eine Bereicherung für den Alltag von Schülerinnen und Schülern zu sehen seien.

Obwohl die Preisverleihung mit dem letzten Tag der beliebten Projektwoche am WHG kollidierte und am Nachmittag noch das Sommerfest mit Präsentationen und Aufführungen anstand, ließen es sich 18 der derzeit 24 AG-Teilnehmer nicht nehmen, ihre Urkunde und drei Fotoplakate als Erinnerung an das Projekt persönlich entgegen zu nehmen.



Viele Herzen für das Tierheim
Wilhelmi-Hunde-AG backt für den guten Zweck

Ein wichtiges Thema in der Hunde-AG des Wilhelmi-Gymnasiums ist natürlich der Tierschutz. Schließlich soll es nicht nur Arwen und Sweep, den beiden Schulhunden des WHG, sondern allen Tieren gut gehen. Besonders liegt den AG-Teilnehmern das Thema „Illegaler Welpenhandel“ am Herzen. Immer wieder stößt man im Internet auf Kleinanzeigen, in denen Hundewelpen zu Spottpreisen angeboten werden. Solche Welpen stammen meist aus illegalen „Hundefabriken“, in denen die Muttertiere ein trauriges Leben als „Zuchtmaschinen“ fristen. Auch die Sterblichkeitsrate bei den Jungtieren ist hoch. Klar, dass die AG-Teilnehmer unbedingt etwas gegen dieses Problem tun wollten. So entstand die Idee, beim Elternsprechtag und beim Tag der offenen Tür mit einer Plakatausstellung darauf aufmerksam zu machen. Auch über ein zweites Problem sollte bei der Gelegenheit aufgeklärt werden: Pelzverzierungen an Kleidung sind häufig echt und stammen von Marderhunden, die unter schlimmen Bedingungen gehalten und zum Teil bei lebendigem Leib gehäutet werden. Auch zu diesem Thema musste also unbedingt ein Plakat her. Mit großem Eifer gingen die AG-Teilnehmer ans Werk. Es entstand eine kleine Ausstellung, durch die Eltern, Mitschüler, Lehrer und Gäste erfuhren, worauf man achten sollte, wenn man sich einen Hund anschaffen möchte und wie sie beim Kauf von Kleidung echten von künstlichem Pelz unterscheiden können.
Die Hunde-AG wollte aber noch mehr für den Tierschutz tun und was wäre naheliegender gewesen, als das Tierheim Sinsheim und Umgebung zu unterstützen? In zwei „Sonderschichten“ backten die Schülerinnen und Schüler in der Küche der benachbarten Kraichgau-Realschule Hundeleckerlis, die ebenfalls bei den beiden Veranstaltungen verkauft werden sollten, nachdem die kritischen Testesser Arwen und Sweep grünes Licht gegeben hatten. Mozzarellaknochen, Frischkäsepfoten und besonders viele Bananenherzen kamen so gut an, dass beim Elternsprechtag nach einer Stunde alles ausverkauft war. Das war jedoch kein Grund für die AG-Teilnehmer, zusammenzupacken und zu gehen. Mit großem Engagement machten sie weiter auf ihre Ausstellung aufmerksam und erhielten von vielen Eltern neben Lob und Anerkennung auch noch eine kleine Spende für das Tierheim. Insgesamt kamen 300€ zusammen, die den Vierbeinern im Tierheim Sinsheim und Umgebung zu Gute kommen werden.

Die AG Schulhund

Ab dem Schuljahr 2015/2016 gibt es am Wilhelmi-Gymnasium die „AG Schulhund“, in der sich Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 7 mit dem Thema Hund in Theorie und Praxis beschäftigen. Unter anderem wird es folgende inhaltliche Schwerpunkte geben:

-        Richtiger und verantwortungsvoller Umgang mit Hunden

-        Die Körpersprache der Hunde

-            Hunde sinnvoll beschäftigen (Basteln von Beschäftigungsmaterial, Entwerfen und Aufbauen von Parcours, Suchspiele etc.)

-        Hunde pflegen und versorgen (Backen von Leckerlis, Fellpflege, Erste Hilfe u.a.)

Teilnehmer, die dies möchten, können am Ende ihrer AG-Zeit den „kleinen Hundeführerschein“ ablegen. Die Hunde-AG ersetzt jedoch nicht den Besuch einer Hundeschule mit dem eigenen Hund.

In der AG werden unsere Schulhunde, die Border Collies Arwen und Sweep, zum Einsatz kommen. Mit beiden habe ich bei Canis Lupus Therapeuticus e.V. die Ausbildung zum Besuchs- und Therapiehundeteam absolviert.  Der praktische Teil der Ausbildung fand in der Hundeschule Frei Schnauze in Karlsruhe statt. Im Rahmen der Ausbildung wurden die Eignung der beiden Hunde und insbesondere ihre Gutmütigkeit eingehend getestet und mit Abschluss der Prüfung zertifiziert. Einmal jährlich wird diese Prüfung wiederholt. Sweep hatte auch schon den ein oder anderen Einsatz bei uns am WHG, in der Zooschule Heidelberg und als Besuchshund in einem Seniorenheim.

Natürlich gibt es für den Umgang mit den Tieren, die bei mir im privaten Haushalt leben, auch einen detaillierten Hygieneplan.

Die AG ist ein Angebot für Schülerinnen und Schüler, die Tiere lieben und mehr über Hunde erfahren möchten. Es sind aber auch ausdrücklich solche willkommen, die Hunden bislang vielleicht eher skeptisch und ängstlich gegenüberstehen. Sweep und Arwen haben schon so manchem geholfen, seine Scheu vor Hunden abzulegen. Außerdem wirkt sich die Arbeit mit Hunden nachweislich positiv auf die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen aus.

Leichte Hundehaarallergien stehen der Teilnahme an einer Hunde-AG in der Regel ebenfalls nicht im Wege.

Der Spaß an der praktischen Arbeit und auch am sinnvollen Spiel mit den Hunden soll in der AG im Vordergrund stehen. Wer allerdings die Arbeit mit einem Hund mit einer Zirkusdressur verwechselt und erwartet, dass den Hunden spektakuläre Kunststücke beigebracht werden, sollte von einer Teilnahme Abstand nehmen.

Da das Wohl der Hunde oberste Priorität hat, wird es für den Umgang mit ihnen klare Regeln geben. Wiederholter Verstoß gegen diese Regeln kann zum Ausschluss aus der AG führen.

Die AG Schulhund findet ab dem 29.09.2015 alle vierzehn Tage dienstags in der 8. Stunde statt. Wer Interesse an der Teilnahme hat, kann sich bis zum Ende der zweiten Schulwoche schriftlich bei mir anmelden. Anmeldeformulare werden von mir bzw. von den Klassenlehrern ausgegeben.

René Morper