Sportfest der Mittelstufe: Fasching und Sport? Das geht!
Fasching und eine Sportveranstaltung, - wenn man mal von den atemberaubenden Leistungen der Funkenmariechen absieht - kann das passen? Das Wilhelmi-Gymnasium zeigte am Freitag vor den Faschingsferien, dass dies sehr wohl miteinander in Einklang zu bringen ist. Sowohl in der Wilhelmi-Sporthalle, als auch bei unseren schulischen Nachbarn in der Realschulhalle konnte man von der ersten bis zur sechsten Stunde beobachten, wie als Wildkatzen geschminkte Siebt-, wilde Mähnen tragende Acht- und mit Herzchen auf den Backen versehene Neuntklässler den Besten im Volleyball, Basketball und Fußball unter sich ausspielten.


         

Die Familie des Wilhelmi-Gymnasiums traf sich, um mal ein etwas anderes Sportfest zu feiern. Nicht wie sonst im Helmut-Gmelin Stadion unter freiem Himmel und mit der Wärme des Sommers, sondern unter zwei Dächern und mit dem Esprit der Faschingszeit wurde sich sportlich gemessen. Jede Klasse von 7 bis 9 hatte hierfür im Vorfeld die Möglichkeit erhalten in drei Sportarten Mannschaften zu stellen. Dabei war es den Schülern freigestellt zu entscheiden, ob man lieber ´reine´ Jungen- oder Mädchenteams oder aber auch gemischte Teams an den Start bringen wollte. Umso schöner war es dabei festzustellen, dass alle Klassen mehrheitlich gemischte Teams gemeldet hatten und somit zeigten, dass sie nicht zwischen Geschlechtern unterschieden, sondern einzig und allein der gemeinsame Erfolg im Vordergrund stand. Dies galt auch für die Flüchtlinge, die in verschiedenen Klassen seit Anfang des Schuljahres mit den anderen den Regelunterricht des Wilhelmi-Gymnasiums besuchen und somit auch mit ihren Mitschülern um den Turniererfolg mitspielten. Schüler, die sich nicht sportlich mit den anderen Klassen messen wollten, konnten als Fan auch einen nicht unerheblichen Teil dazu beisteuern, dass ihre Klasse erfolgreich die Hallen verließ. So war es eine wahre Freude zu sehen mit wie viel Inbrunst die Spieler von den Tribünen angefeuert und beklatscht wurden und die Stimmung vor allem in den Finalspielen ihren Höhepunkt erreichte. Diese grandiose Atmosphäre wurde nicht nur untermalt, sondern maßgeblich beeinflusst von den Klängen Leyla Serbests aus der 9c, die in der Wilhelmi-Halle ihr Mischpult aufgebaut hatte und die passenden Klänge für ein Schülerevent aus den Boxen zauberte. Für das leibliche Wohl kümmerte sich wie auf allen Wilhelmi-Events unsere SMV unter Leitung von Herrn Stempel und so konnte man sich nach einem schweißtreibenden Match mit einer kühle Apfelsaftschorle und einem Stückchen Kuchen stärken, bevor man sich gedanklich wieder dem nächsten Gegner widmen musste. Für die Leitung der einzelnen Partien waren Schüler aus der Jahrgangsstufe 1 betraut worden, die mit ihrer Erfahrung und Ruhe maßgeblichen Anteil an einem sportlich fairen Turnier hatten. Den Rahmen dieser Schulveranstaltung bildete auch eine große Zahl an Lehrern, die nicht nur für die Aufsicht während des Turniers verantwortlich waren, sondern, indem sie dem einen oder anderen Schüler z.B. durch fußballerisches Expertenwissen, tröstenden Worte nach einer Niederlage oder einfach mit anerkennenden Worten ein gutes Gefühl gaben und deshalb auch großen Anteil an dieser harmonischen Atmosphäre hatten. Größere Verletzungen gab es während des Turniers glücklicherweise nicht zu beklagen, so dass das Schulsanitäterteam um Frau Karrer einen ruhigen Vormittag verbringen konnte.

           

Sieger gab es am Ende natürlich auch und so waren die Klassen der 7a, 8b und 9d die besten ihrer Stufen im Basketball, die 7c I, 8a und 9c im Fußball und die 7c, 8a und 9d im Volleyball. Die Stufensieger spielten in einer Finalrunde noch den Gesamtsieger in der jeweiligen Sportart aus und dabei stand keineswegs fest, dass die ´Kleinen´ nicht auch die ´Großen´ schlagen konnten. Dies zeigte sich sowohl im Basketball wie auch im Fußball, wo der Titel in der ersten Sportart an die 8b und in der zweiten an die 8a ging. Den zweiten und dritten Platz im Basketball belegten die 9d und die 7a. Im Fußball die 7c I und die 9c. Im Volleyball zeigte sich dann eher die klassische Hierarchie: ganz oben thronte die 9d, gefolgt von der 8a und 7c. Erfolgreichste Klasse wurde daher die 8a mit einem ersten und einem zweiten Platz. Auch sehr erfolgreich als Klasse war die 7c mit einem zweiten und dritten Platz. Unter großem Applaus nahmen die Sieger ihre Urkunden aus den Händen der beiden Mitglieder des Organisationskomitees Frau Diersch und Herrn Schall entgegen und nach ein paar lobenden Worten unseres Schulleiters Herrn Gißmann verabschiedeten sich die Schülerinnen und Schüler in ihre wohlverdienten Ferien.
(Sebastian Schall)