Jubiläumsball am Wilhelmi

In diesem Jahr gibt es in Sinsheim bereits seit 175 Jahren eine höhere Schule. 175 Jahre Wilhelmi-Gymnasium, das ist ein Grund zu feiern. Und nicht nur einmal, sondern das ganze Jahr hindurch immer wieder: Kick-Off im Januar, Motto-Woche im Februar und jetzt, am dritten Samstagabend im März, fand der große Jubiläumsball statt.

Die Schule war nicht wieder zu erkennen. Zauberhaft illuminiert und geschmückt, mit einer großen Tanzfläche im Lichthof und unzähligen Tischen auf zwei Etagen verteilt erwartete es seine Gäste, die auch rege herbeiströmten. Dass der Schülerwunsch, das Jubiläum mit einem Ball zu feiern, den Nerv der Zeit getroffen hat, bewiesen ausverkaufte Eintrittskarten und eine fast ununterbrochen gut gefüllte Tanzfläche. Schüler, Eltern und Lehrer tanzten gemeinsam bis tief in die Nacht gleichermaßen schwungvoll Gesellschaftstänze wie auch Freestyle, wobei man sagen muss, dass die Tanzfläche am vollsten war, wenn die Band ‚Fate’ spielte. Die fünf Musiker beherrschen ihr Metier, spielten Rock, Pop und Balladen und heizten dem Saal ordentlich ein. Farah Maktoul und Gregor Gund führten durch den Abend, als hätten sie nie etwas anderes gemacht. Sie warfen sich gekonnt die Bälle zu, verbreiteten beste Laune und brillierten selbst mit einer tänzerischen Einlage. Ebenfalls bereichert wurde das Programm durch Tanzdarbietungen des TSV Rot Gold, bei dem viele Schüler zuvor einen Tanzkurs absolviert hatten, genauso wie beim Tanzcentrum Sinsheim.

Die Entscheidung, das Conferencier-Team mit einer Schülerin und einem Lehrer zu besetzen, erwies sich als Glücksgriff; und überhaupt war der gesamte Ball das beste Beispiel dafür, was erreicht werden kann, wenn alle an einem Strang ziehen. Sowohl bei der Planung als auch beim Aufbau und Herrichten der Räumlichkeiten und am Abend selbst waren alle gleichermaßen beteiligt; an den beiden Bars standen Seite an Seite Schüler, Eltern und Lehrer und versorgten die erhitzten Tänzer. „Hier sieht man den Geist des Wilhelmi“, so ein begeisterter und sichtlich bewegter Gast. Und es war ein starker, vor Energie strotzender und fröhlicher Geist, der sich da zeigte.

Dem Organisationsteam um Esther Benz-Streib, Gregor Gund und Linda Seel und natürlich Hausmeister Andreas Münkel, ohne den – wie Farah Maktoul in ihrer Eröffnungsrede betonte – am WHG gar nichts gehe, ist mit diesem Ball etwas gelungen, das nach Wiederholung ruft. Und die wird es wohl auch geben.

[Uta Kissenbeck]

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