Politikbegeisterung, Berufsorientierung und ein YouTuber namens Rezo:

Alumnus–Besuch im Politik-Vierstünder der Jahrgangs-stufe 11

Vor neun Jahren hat er am Wilhelmi-Gymnasium sein Abitur gemacht und jetzt ist er Mitarbeiter in der Staatskanzlei in Rheinland-Pfalz – diese Biographie machte die Schüler und Schülerinnen des Politik-Vierstünders neugierig! Entsprechend rege war die Gesprächsrunde, die unser ehemaliger Schüler Timo Konrad mit einer kleinen Runde der Jahrgangsstufe 11 erlebte. 

Erst in den Tagen zuvor hatte das Video des YouTubers Rezo große Aufmerksamkeit auf sich gezogen: Millionen Jugendliche hatten es sich angesehen - und die etablierten Medien berichteten darüber, die Parteien reagierten darauf. So war es nicht erstaunlich, dass die Bedeutung der digitalen Medien für die Politikvermittlung ausgiebig thematisiert wurde. Mindestens genauso interessant war es für die angehenden Abiturienten aber, welchen Weg Timo Konrad nach seiner Zeit am Wilhelmi gegangen ist. Ganz offen und mit einem Schmunzeln räumte dieser ein: Es war kein ganz gradliniger Weg. Seine Begeisterung für Politik zeigte sich bereits zu Schulzeiten, was zu einem Praktikum noch vor dem Abitur bei Lothar Binding, Bundestagsabgeordneter aus Heidelberg, führte. Sich während des Studiums auch außerhalb der Hörsäle und Bibliotheken umzusehen und zu bewähren, hat sich im Nachhinein als durchaus hilfreich für die spätere Stellensuche erwiesen; bei Timo Konrad war es parallel zum Politik- und Geschichtsstudium in Mainz die Arbeit im Besucherdienst des Rheinland-Pfälzischen Landtags, aber auch bei der DFL in Frankfurt sowie im Marketingbereich einer Unternehmensberatung.

Die diskussionsfreudigen und ausgesprochen interessierten Jugendlichen honorierten die Offenheit und Nahbarkeit des Besuchs aus Mainz sehr und bemerkten schnell, mit welch großer Begeisterung er von seiner Arbeit in der Staatskanzlei des Nachbarbundeslandes berichtete. Er brennt ganz offensichtlich für das, war er macht! Alle Schüler, die derzeitigen und der ehemalige, waren sich deswegen nach den 90 Minuten einig: Diese Doppelstunde hätte auch gerne etwas länger dauern können! 

[Katharina Bollinger]